Was soviel heißt wie: “Mach dich nackig!”. Den Titel hab ich aus zwei Gründen gewählt. Einerseits wegen des Strippers, den die Inkawasi-Mädls für eine der ihren zum Abschied aus Peru bestellt haben, anderseits wegen des Liedes Verano Azul von Juan Magan, das gestern ziemlich oft auf der Abschiedsparty lief. Den Verano Azul = Blauer Sommer wünsche ich mir auch ganz dringend, da es weiterhin nur grau in grau ist in Lima. Aber wahrscheinlich geht es in etwas mehr als einer Woche nach Colombia, zu den glücklichsten Menschen der Welt.
Hier in Perú gibt es nichts, was man nicht bestellen könnte. So kommt es meistens öfters die Woche vor, dass wir uns irgendetwas bringen lassen – sei es Pizza, wie in Deutschland auch üblich, oder auch McDonald’s, Halbe Hendl, Burger King, Arabisch oder Sushi. Man verliert also nicht mal mehr Kalorien, während man zum nächsten Fast-Food-Restaurant geht – nein, viel zu umständlich und total überflüssig. Selbst den wöchentlichen Einkauf könnte man sich ohne mehr zu bezahlen einfach nach Hause liefern lassen. Okay, vom Supermarkt haben wir uns noch nie etwas per Telefon oder Internet bestellt, aber was nicht ist, kann ja noch werden. So faul wie man hier diesbezüglich wird! Das wird eine krasse Umstellung, wenn man den Luxus hier aufgeben und in Deutschland beispielsweise seine Wäsche wieder selbst waschen muss und nicht wie hier einfach einmal die Woche für wenig Geld in die Wäscherei bringen kann.
Jedenfalls haben wir uns letzten Montag mal wieder was zu essen kommen lassen und und uns das Essen dann genüsslich mit ein paar Gläsern Wein und Bier, später auch mit Cuba Libre, versüßt. Hier die Bilder dazu:
Ich habe einmal ein paar Bilder aus Facebook-Fotoalben meiner Freunde hier durchsucht, nach Partys, bei denen ich auch zugegen war, aber keine eigene Kamera dabei hatte. Um die Fiestas nicht zu vergessen, hab ich die Bilder einfach kopiert und hier rein gestellt. Die meisten davon sind in Diskotheken entstanden, wie zum Beispiel in der HELP!-Retro-Bar in Barranco oder in der Eca-Bar, einer Alternative-Rock-Disko in Miraflores. Aber es sind auch Photos von Privat-Partys dabei, wie zum Beispiel aus dem APU2-Haus, wo donnerstags eigentlich immer eine Parrilla en el Techo (Grillen auf der Dachterasse) vor dem Weggehen stattfindet.
Ich nehm ja auf die Parties meine große Kamera immer nicht mit, und obwohl diese Überraschungs-Geburtstagsfeier von Mélodie (aus Frankreich) hier bei uns daheim war, hab ich lieber die anderen fotografieren lassen. Von daher sind die Photos natürlich alle ziemlich schlecht, haha! Nein stimmt gar nicht, ich bin einfach nur zu faul gewesen und glücklich, dass andere genauso gerne fotografieren wie ich und somit ein paar Erinnerungen mehr festgehalten werden konnten. ¡Gracias a Eugénie y Muriel por las fotos!
Es war die beste Party bisher hier in Lima. Wie konnte es auch anders sein? Jeder war eingeladen, alles sollte weiß sein, viele haben sich dran gehalten, es ging schon um 18:00 Uhr los (wegen der Nachbarn, die ab 24:00 Uhr immer jammern!), der Alkoholpegel stimmte, die Musik passte, die Leute waren gut drauf und keiner dachte an morgen! Wie es am nächsten Morgen aussah, wie es uns am nächsten Tag ging und vor allem wie wir am nächsten Morgen aussahen, das ist eine andere Geschichte. Aber Bilder sagen mehr als Worte, wobei ich eins noch los werden muss: “All the girlies say I’m pretty fly for a white guy!”. ¡Gracias a Muriel, Nicoline, Kevin y sobre todo a Marleen y Conny por las fotos!
Ich weiß nicht, ob man es so nennen kann, weil die meisten Leute, mit denen ich hier immer Party mach, eigentlich keine Peruaner sind, sondern andere internationale Studenten. Aber da sie nun mal in Perú stattfinden und auch meistens in irgendwelchen Discotecas Limeñas enden, nenne ich sie jetzt einfach mal so. Gestern waren wir im Gótica, einer etwas schickeren Disko im LarcoMar, dem großen Einkaufszentrum am Pazifik, und wie hier üblich muss man immer auf einer Liste stehen, um eintreten zu können. Nicht nur das ist seltsam, auch dass man in Lima ohne weiteres zu siebt in ein Taxi passt – mehr oder weniger. ¡Gracias a Eugénie y Muriel por las fotos!
Während ich mir noch den Kopf zerbreche, wie ich das alles mit dem Gepäck mache, was ich wo und wie reinpacke und am wichtigsten wie ich meinen allerheiligsten iMac transportiere, wird schon fleißig Abschied gefeiert. Am Samstag gab es eine kleine Abschiedssause, heute Abend wer Lust hat kommt mit ins Platinum. Hier die paar Bilder vom Samstag: